Auftaktveranstaltung der AfD zur Kommunalwahl 2026 versammelten sich rund um den Veranstaltungsort Menschen aus Fulda und der Region zu einem lautstarken, friedlichen und entschlossenen Gegenprotest.
Unser Anliegen war klar: Die AfD ist keine normale demokratische Partei, sondern eine politische Kraft, die systematisch spaltet, ausgrenzt und demokratische Werte infrage stellt. Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich immer wieder, dass diese Partei nicht an Lösungen für die Menschen interessiert ist, sondern an Provokation, Ideologie und Aufmerksamkeit.
Der Protest verlief friedlich, aber deutlich. Transparente, Plakate und Sprechchöre machten sichtbar, dass viele Fuldaerinnen und Fuldaer nicht bereit sind, rechtsextreme Positionen, Hetze und Menschenfeindlichkeit zu normalisieren. Es ging nicht darum, eine andere Meinung zu unterdrücken, sondern darum, Haltung zu zeigen, wenn eine Partei gezielt gegen Minderheiten, zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Institutionen arbeitet.
In den vergangenen Jahren hat die AfD in Fulda vor allem durch destruktive Aktionen auf sich aufmerksam gemacht – etwa durch politisch motivierte Akteneinsichtsausschüsse, die hohe Kosten verursacht, aber keinerlei Missstände aufgedeckt haben. Statt Verantwortung zu übernehmen, setzt die AfD auf Misstrauen, Verdächtigung und öffentliche Kampagnen gegen engagierte Initiativen und Ehrenamtliche. Dieses Vorgehen schadet dem gesellschaftlichen Klima in unserer Stadt nachhaltig.
Auch inhaltlich bleibt die AfD Antworten schuldig. Ob Wohnungsbau, soziale Infrastruktur, Verkehr oder Haushaltsfragen – statt seriöser kommunalpolitischer Konzepte liefert sie Provokationen und realitätsferne Vorschläge. Das zeigt deutlich, dass es der AfD nicht um konstruktive Kommunalpolitik geht, sondern um Ideologie und Spaltung.
Besonders problematisch ist zudem die politische Grundhaltung der AfD, die sich in Forderungen nach sogenannter „Remigration“, in der Relativierung autoritärer Regime und in der offenen Nähe zu antidemokratischen Bewegungen zeigt. Diese Positionen stehen im klaren Widerspruch zu den Werten einer offenen, solidarischen und demokratischen Stadtgesellschaft.
Der Gegenprotest hat deutlich gemacht: Fulda ist vielfältig, solidarisch und demokratisch. Viele Menschen sind bereit, sich öffentlich und entschlossen gegen rechte Hetze zu stellen. Das ist ein wichtiges Signal – nicht nur an die AfD, sondern auch an alle, die sich fragen, ob Engagement etwas bewirken kann.
Als Fulda stellt sich quer werden wir auch weiterhin wachsam bleiben und uns überall dort einmischen, wo Menschenwürde, Demokratie und Zusammenhalt angegriffen werden. Rechtsextremismus darf keinen Platz in Fulda haben – nicht heute, nicht morgen, nicht in Zukunft.